Wirtschaftsprüfer – Leitender Angestellter auf Lebenszeit
Der Beruf des Wirtschaftsprüfers beginnt mit dem Ablegen des Berufseides. Jeder angehende Wirtschaftsprüfer legt einen Eid nach einem erfolgreich bestandenen Examen ab. Die Zeremonie beinhaltet die Übergabe der Urkunde. Danach erfolgt die eigentliche Bestellung zum Wirtschaftsprüfer. Bis es zum Ablegen des Eides kommt, liegt eine lange Zeit der Berufserfahrung und des Studiums hinter dem künftigen Fachmann.
Erst die Bestellung zum Wirtschaftsprüfer eröffnet viele neue erstklassige Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten. Der Beruf Wirtschaftsprüfer wird von einer angesehenen rund 14.000 Personen umfassenden Gruppe ausgeübt. Für Hochschulabsolventen ist diese Exklusivität sicherlich attraktiv. Von den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden nur die besten Absolventen eingestellt.
In den vergangenen Jahren hat sich der Beruf des Wirtschaftsprüfers stark weiterentwickelt. Längst hat er das Image eines Häkchenmacher abgelegt. Sie gelten als gefragte Experten für Bilanzprüfungen, der Unternehmens- und Steuerberatung bis hin zu Tätigkeiten als Treuhänder und Gutachter.
Angehende Wirtschaftsprüfer verfügen heute über weit mehr Wissen als nur im Rechnungswesen. Die Bereiche Controlling und Marketing sind genauso wichtig. Es geht unter anderem um das Abschätzen unternehmerischer Chancen und Risiken. Es müssen Fragen beantwortet werden, ob ein Unternehmen in der Lage ist weiter zu bestehen. Auch bei Unternehmenskäufen und Fusionen werden Wirtschaftsprüfer konsultiert. Die besten Absolventen erhalten bereits in jungen Jahren einen Zutritt zu den Chefetagen großer Unternehmen.
Die einmal vollzogene Bestellung bleibt normalerweise ein Leben lang bestehen. Eine Ausnahme kann Fehlverhalten sein. Bestellung erlischt im Todesfall, bei eigenem Verzicht oder dem rechtskräftigen Ausschluss aus dem Beruf. Der Paragraph 45 Satz 2 der Wirtschaftsprüferordnung verleiht jedem Wirtschaftsprüfer den Status des leitenden Angestellten.
1 Comment
Gibt es hier in Deutschland eigentlich nichts, worauf ich keine Steuern zahlen muss ?Ich finde das ist eine Frechheit.